Cafe Luitpold
München

2010

Grundfläche: 400 qm
Situation
Herausragendes Merkmal des 1888 eröffneten Palastcafes Luitpold war die Vielfalt verschiedener Räume in verschiedenen Baustilen und mit unterschiedlichsten Raumwirkungen. Bei all seiner Differenziertheit wirkte das im historistischen Stil erbaute Cafe Luitpold wegen der klaren Gliederung durch die Hauptachsen großzügig. Das Innere des Luitpoldblocks präsentierte sich bisher in einer einheitlichen Architektursprache aus den 80er Jahren, ohne Bezug zur Geschichte des Hauses und ohne die räumlichen Möglichkeiten auszuschöpfen.

Zugang / Hauptachse / Vestibül
Die Passage vom Palmengarten zur Briennerstraße war der Hauptzugang, die Hauptachse eines der größten Palastcafes Europas. Die bisherige Gestalt des Durchganges, der in den 80er Jahren als Ladenpassage konzipiert wurde, ließ dies nicht mehr erkennen. Dieser Abschnitt wurde in Anlehnung an das historische Vestibül, das sich an gleicher Stelle befand im alten Stil nachempfunden. Die Säulenstellung schafft Nischen, die ein angenehmes Verweilen ermöglichen. Die Materialisierung mit seiner monochromen Farbgebung unterscheidet sich bewusst vom Original, da wir ein Zitat der Architektur des ursprünglichen Cafehauses und keine Reproduktion im Stile eines Disneylandes wollen.

Der Bezug zur Architektursprache des Historismus erzeugt einen Raum mit einem hohen Grad an Atmosphäre, die an die großen Palastcafes erinnert.
 
        demmel und hadler gmbh